Mein Reiter friert – welche Decken braucht mein Pferd

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Mein Reiter friert, denkt sich wohl das Pferd, wenn dick verpackt auf der Weide steht. Eigentlich brauchen Pferde keine Decke aber uneigentlich ist es in vielen Situationen sinnvoll. Die Temperatur bei der Pferde sich wohlfühlen liegt zwischen + 15 und – 8 Grad. Für Pferde, die geschoren sind oder Pferde, die täglich viel bewegt werden ist es in jedem Fall besser, wenn sie eine Decke bekommen.

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Dünne Pferdedecke, um ein zu dickes Winterfell zu verhindern.

Breits Anfang Oktober legt man eine dünne Decke auf. Dann entwickeln die Pferde gar nicht erst so ein dickes Fell. Für die tägliche Arbeit im Winter ist es besser nicht so ein starkes Winterfell zu haben. Man merkt den Pferden deutlich an, dass es ihnen bei der Arbeit zu warm ist, sie schwitzen sehr stark und werden kurzatmig. Es ist das Gleiche, als müssten wir in einer dicken Winterjacke Sport treiben.

Besonders negativ ist es, wenn die Pferde im Winter noch lange nachschwitzen. Bekanntlich kühlt Schweiß. Die Pferde fangen dann an zu frieren, wenn sie anschließend in die Box oder ins Paddock kommen. Natürlich regenerieren  die Pferde dann schlechter und die Muskulatur kann sich verspannen. Aus diesem Grund werden Pferde nach der Bewegung unter ein Solarium gestellt. Das gibt es leider nur in wenigen Reitanlagen, also hilft nur Abschwitzdecke auflegen und trockenführen.

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Ostwind mit Regendecke

Der Vorteil des Eindeckens ist, dass man die Pferde beruhigt bei jedem Wetter draußen im Paddock oder auf der Weide lassen kann. Diese tollen Decken, die es für jedes Wetter und jede Temperatur gibt sind zuverlässig wind und wasserdicht, auch wälzen, toben und schubbern halten die robusten Decken aus. Man ist immer wieder erstaunt, wenn man sein Pferd nach einem starken Regen abdeckt, ist es tatsächlich völlig trocken. Für den Rücken der Pferde ist das  besonders wichtig, da nicht wenige Pferde empfindlich im Rücken sind.

Das Temperaturempfinden der Pferde ist nicht mit unserem zu  vergleichen. Die Pferde vertragen im Winter schon Temperaturen bis – 25 Grad. Kommen jedoch Regen, Hagel, Schnee und vorallem kalter Wind dazu, das Fell dann durch und durch nass und die Pferde zittern dann durchaus vor Kälte. In diesem Fall rubbelt man die Pferde mit Stroh ab und legt sogar mehrere Decken über bis sie aufhören zu zittern.

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Die Winterdecke ist geeignet bei tiefen Temperaturen, Wind und Schnee.

Für die meisten Wintertage genügt eine dünne ungefütterte Decke. Es gibt es jedoch in jedem Winter etliche Tage mit eiskaltem Ostwind oder extrem tiefen Temperaturen. Für diese Tage eignet sich eine dicker gefütterte Decke. Man kann allerdings auch zwei Decken übereinander auflegen, z.B. eine gefleecte Abschwitzdecke unter einer dünnen Regendecke.